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Montag, 7. Januar 2008

Freitag, 28.12.07: Melbourne

281207 - Melbourne


Unser Ein-Tages-Ausflug nach Melbourne begann erstmal kräftig mit Stau. Etwa anderthalb Stunden haben wir in die City gebraucht und so war es bereits Mittag, als wir die ersten "wichtigen" monumentalen Bauten bestaunen konnten. Keine schlechte Stadt, obgleich uns Adelaide wesentlich besser gefallen hat. Mag aber auch daran liegen, dass das Thermometer heute auf unerträgliche Temperaturen geklettert ist. Viel zu heiß, um kreuz und quer durch eine Großstadt zu irren. So waren wir schon am frühen Nachmittag mehr als alle. Was sollte es? Im Reiseführer stand eh, dass man nicht viel umherlatschen muss, um Melbourne zu entdecken. Das Sitzen in einem der vielen Straßencafés soll es ebenso gut tun. Und so taten wir es auch. Ein nettes Schokoladencafé etwas abseits vom Trubel sorgte für angenehme Ruhe und Entspannung. Insgesamt war Melbourne schon nicht schlecht, doch hatten wir Einiges mehr erwartet. Wurde doch der europäische Stil vielerorts so hervorgehoben. Davon sahen wir eher weniger, vielleicht waren wir auch nur in den falschen Ecken der Stadt unterwegs.
Am Abend ging es dann auf zu Hennings entfernten Verwandten (Cousine von seinem Opa ist vor einigen Jahrzehnten hierher ausgewandert!) nahe Melbourne. Hier erwartete uns ein Riesengrundstück mit Vieh und Obstplantagen. Eine Ziege lag gerade bereit zum Schlachten auf dem Küchentisch der Großfamilie. Erinnerte uns irgendwie an die "Schlachtfeste" bei Henning zu Hause. Gott sei Dank nahmen Kirstie und John unseren Besuch eher unkompliziert und wir waren froh, nicht so viel Arbeit zu machen. So wurde der Abend recht locker und wir hatten jede Menge zu erzählen. Eine kleine Führung durch den "Privatzoo" ließ uns auch erstmals ein Possum sehen. Schon niedlich die kleinen Tierchen, fast kuschelig, wenn sie nicht so viel Dreck und Gestank produzieren würden - sehr zum Leidwesen der meisten Australier.

Mittwoch, 26. Dezember 2007

Samstag, 15.12.: Airlie Beach - Townsville

151207 - Airlie Beach bis Townsville


Der heutige Tag wurde mal wieder hauptsächlich zum Fahren genutzt. Unser Ziel: Townsville - das Tor zu Magnetic Island. Doch vorher machten wir Zwischenstopp in Bowen, einem kleinen verschlafenen Städtchen direkt am Bruce Highway. Dennoch hatte es einige "Attraktionen" zu bieten. So gilt es als die Mango- und Palmenstadt Australiens. Von den Mangos haben wir weniger mitbekommen, die Palmen allerdings zierten das gesamte Gebiet um Bowen, eigentlich wie überall in den Tropen hier. Also nicht wirklich was Besonderes mehr. Uns zog es an die Horseshoe Bay, die ihrem Namen mehr als gerecht wurde. Wie ein Hufeisen gestaltete sich die Küstenlinie und bot von einem Ausblick in einigen Metern Höhe eine beeindruckende Szenerie. Am liebsten wären wir hier länger geblieben, doch unser straffer Zeitplan ließ es nicht zu und so mussten wir schleunigst weiter nach Townsville.Jetzt musste ich auch wieder ran ans Steuer, unerlaubterweise, denn der Versicherungsschutz gilt nur, wenn Henning allein fährt! Das hielt mich trotzdem nicht davon ab, meine ersten Hundert Kilometer auf dem Highway zu düsen. Eigentlich gar nicht so schwer. Hatte ich mir vorher schlimmer vorgestellt mit der "falschen" Straßenseite und dem großen Schlitten. Das geringe Verkehrsaufkommen hier macht es einem aber auch leicht. Obwohl die Straße nur einspurig ist, gibt es nirgends Stau. Zu wenige Autos sind unterwegs. Da scheint es einem fast unwirklich, wenn man die vielen toten Känguruhs (die armen Dinger!) und kaputten Autoreifen sieht. Demnach müssten die hier rasen wie die Irren. Tat aber bislang keiner und so konnten wir ganz relaxt nebenbei die herrliche Landschaft genießen. Berge, die sich in das Flachland einfügen. Jetzt wurde die Tour wieder grüner und die Tropen machten sich von Kilometer zu Kilometer mehr bemerkbar. Der eigentliche Klimawechsel soll uns allerdings erst 50 Kilometer nach Townsville erwarten.Und uns ist jetzt schon so verdammt heiß! Wie soll das nur noch weiter nördlich werden?Gegen späten Nachmittag trafen wir dann in Townsville ein - keine besonders schöne Stadt, eher von Industrie gekennzeichnet. Für uns aber weniger tragisch, sind wir schließlich nicht zum Städtebummeln unterwegs. Uns interessierten viel mehr die Fährpreise nach Magnetic Island, wo wir morgen hin wollen. Nachdem das erledigt war, suchten wir unser Schlafgemach für die Nacht. Mal wieder gesittet auf einem Campingplatz!

Karina