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Der Morgen begann recht ruhig und gemütlich mit der ganzen Familie, bevor wir uns am späten Vormittag weiter Richtung Sydney aufmachten.
Die Fahrt war heute recht langweilig. Es gab wenig zu sehen unterwegs und so konnten wir ordentlich Kilometer schrubben, um rechtzeitig zu Silvester in der Hauptstadt von New South Wales zu sein. Eigentlich hatten wir vor, bis nach Eden zu kommen, das bereits kurz hinter der Grenze von Victoria lag. Doch unser Motor machte uns einen Strich durch die Rechnung - er lief zu heiß und eine Zwangspause irgendwo auf dem Princess-Highway war nötig. Erst dachten wir: Gönnen wir ihm einfach ne Stunde Pause und weiter geht`s. Doch daraus wurde leider nichts. Bereits nach wenigen Metern piepte der Motor abermals unentsetzlich laut und wir waren gezwungen auf einem Rastplatz direkt an der Straße zu rasten. Nun sitzen wir hier, essen gleich unsere Nudeln und dann geht es ab in die Heia.

Unser Ein-Tages-Ausflug nach Melbourne begann erstmal kräftig mit Stau. Etwa anderthalb Stunden haben wir in die City gebraucht und so war es bereits Mittag, als wir die ersten "wichtigen" monumentalen Bauten bestaunen konnten. Keine schlechte Stadt, obgleich uns Adelaide wesentlich besser gefallen hat. Mag aber auch daran liegen, dass das Thermometer heute auf unerträgliche Temperaturen geklettert ist. Viel zu heiß, um kreuz und quer durch eine Großstadt zu irren. So waren wir schon am frühen Nachmittag mehr als alle. Was sollte es? Im Reiseführer stand eh, dass man nicht viel umherlatschen muss, um Melbourne zu entdecken. Das Sitzen in einem der vielen Straßencafés soll es ebenso gut tun. Und so taten wir es auch. Ein nettes Schokoladencafé etwas abseits vom Trubel sorgte für angenehme Ruhe und Entspannung. Insgesamt war Melbourne schon nicht schlecht, doch hatten wir Einiges mehr erwartet. Wurde doch der europäische Stil vielerorts so hervorgehoben. Davon sahen wir eher weniger, vielleicht waren wir auch nur in den falschen Ecken der Stadt unterwegs.
Am Abend ging es dann auf zu Hennings entfernten Verwandten (Cousine von seinem Opa ist vor einigen Jahrzehnten hierher ausgewandert!) nahe Melbourne. Hier erwartete uns ein Riesengrundstück mit Vieh und Obstplantagen. Eine Ziege lag gerade bereit zum Schlachten auf dem Küchentisch der Großfamilie. Erinnerte uns irgendwie an die "Schlachtfeste" bei Henning zu Hause. Gott sei Dank nahmen Kirstie und John unseren Besuch eher unkompliziert und wir waren froh, nicht so viel Arbeit zu machen. So wurde der Abend recht locker und wir hatten jede Menge zu erzählen. Eine kleine Führung durch den "Privatzoo" ließ uns auch erstmals ein Possum sehen. Schon niedlich die kleinen Tierchen, fast kuschelig, wenn sie nicht so viel Dreck und Gestank produzieren würden - sehr zum Leidwesen der meisten Australier.