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Mittwoch, 26. Dezember 2007

Dienstag, 18.12.: Mission Beach - Cairns

181207 - Mission Beach bis Cairns


Heute erreichten wir unser erstes großes Ziel auf unserer langen Reise durch Australien: Cairns! Eigentlich "nur" 1710 Kilometer von Brisbane entfernt, legten wir bis dato aber gute 2500 Kilometer zurück. Kaum in der Nordmetropole Queenslands angekommen, suchten wir gleich das nächste Infozentrum auf. Mir behagte nicht ganz wohl bei dem Gedanken, was wir dort vor hatten. Henning hingegen konnte es kaum abwarten, freute er sich doch schon die ganze Zeit darauf: Wir buchten eine Fahrt zum Great Barrier Reef, diesmal nicht nur zum Schnorcheln, nein, zum Tauchen. Oh je, ich habe das noch nie gemacht und schon immer einen Riesenrespekt vor Wasser und Tiefe gehabt, um nicht zu sagen richtige Schiss!!!! Tja, nun muss ich da durch. Mein Problem ist eigentlich, dass ich nicht von mir aus einfach sagen konnte: Ich lass es sein! Denn dann wüsste ich genau, dass ich es später bereuen würde. Ich wäre ja auch schön blöd, eines der Weltwunder, dass man vom Mond aus sehen kann, einfach so aus zu lassen. Vielleicht wird es ja gar nicht so schlimm. Immerhin haben das Tausende vor mir auch schon gemacht ohne Taucherfahrung. Und bestimmt hatten einige Angst davor. Das Schnorcheln neulich vor den Whitsundays war ja auch halb so wild und selbst davor hatte ich Schiss. Hoffe nur, dass mich morgen kein Hai mit seinen großen Augen anstarrt da unten! Dann wird es schon schief gehen! Nach dem Buchen und einigen Herzflattern mehr erkundeten wir erstmal grob die Innenstadt Cairns und mussten erstaunt festellen, dass diese hauptsächlich von der asiatischen Bevölkerung regiert wird. Gerade die Suche nach dem Mittagessen war nicht leicht oder eigentlich doch, denn außer asiatisch gab es ja nichts anderes. Zum anderen sahen wir erstmals eingebürgerte Aborigines und die zu Hauf. Irgendwie kommt man sich schon blöd vor, aber sie waren einfach faszinierend anzuschauen. Ein ganz anderer Bevölkerungsschlag, als man es je irgendwo gesehen hat. Das wird im Outback dann sicher noch krasser. Ansonsten ist Cairns eine größere Stadt wie jede andere auch, gemütlicher vielleicht. Aber wir sparen uns die Energie für Städtetouren lieber für Melbourne und Sydney auf. Nun heißt aber erstmal ab in die Federn, um für morgen fit zu sein. Mal sehen, ob ich überhaupt ein Auge zu tun kann. Falls wir nicht von den Haien verschlungen werden, berichten wir morgen ausführlichst von unserem Taucherlebnis.

Karina

Montag, 17.12.: Wallaman Falls - Mission Beach

171207 - Wallaman Falls bis Mission Beach


Die letzte Nacht war angenehmer und schlafreicher als erwartet. Weder von Tieren heimgesucht, noch von wilden Geräuschen geweckt, fanden Henning und ich endlich mal ein paar Stunden Ruhe, ohne sich tot zu schwitzen. Die Nächte zuvor waren nahezu unerträglich, doch diesmal hatten wir angenehme Temperaturen und ich brauchte erstmals das Zudeck. Heute Morgen sind wir halb sechs aufgestanden, weil wir endlich mal Platypussen sehen wollten, nachdem wir im Eungella Nationalpark Pech hatten. Man hat uns gesagt, dass früh morgens oder Abenddämmerung ideal wären. So machten wir eine kleine Wanderung zum Stony Creek. Durch die hohe Luftfeuchtigkeit im Tropischen Regenwald mussten wir vor allem auf Schlangen Acht geben. Ein Glück lief uns keine über den Weg, ich hätte garantiert den ganzen Wald zusammen geschriehen. Nur kleinen Echsen suchten vor uns das Weite. Neugieriger schienen dagegen die kleinen Wasserschildkröten, die die ersten Sonnenstrahlen genossen und immer wieder am Ufer auftauchten. Die Schnabeltiere ließen uns aber auch heute im Stich und so bekamen wir wieder keines der als Fossilien beschriebenen Tierchen zu Gesicht trotz langen Wartens auf den Felssteinen, wo sie sich angeblich am liebsten aufhalten. Vielleicht haben sie aber von den vielen Touris auch nur die Schnauze gehörig voll und verkriechen sich, wer weiß das schon so genau.Nicht so tragisch, umso mehr freuten wir uns auf die Wasserfälle bzw. auf den einen Wasserfall. Nach dem Frühstück in freier Natur bot sich uns ein unglaublicher Anblick. Ich hatte wirklich Respekt vor der Steilheit der Felswände, die senkrecht fast 300 Meter in die Tiefe reichten. Boah, war das gigantisch! Noch immer ganz begeistert von den Wasserfällen machten wir uns weiter auf Richtung Mission Beach, etwa 120 Kilometer entfernt. Hier suchten wir nach einem Zeltplatz direkt am Strand und wurden auch fündig. Ohne Strom oder anderweitigem Comfort stellten wir unseren Camper nur 10 Meter vom Wasser entfernt ab und das war unser Luxus! Wo kann man das schon machen? Direkt am Strand unter Palmen campen? Da man ja leider nicht baden sollte wegen der Quallen (mal ganz davon abgesehen, dass das Wasser mit 28 Grad auch keine Erfrischung mehr bringt!) hatten wir eine kalte Außendusche als kleinen Ersatz. Die wurde von uns auch mächtig strapaziert. Den Nachmittag nutzten wir zum Ausspannen, einfach mal faul am Strand liegen und die Aussicht genießen. Abends genehmigten wir uns dann bei Meeresrauschen noch einen guten Fruchtwein aus der hiesigen Umgebung.

Karina