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Montag, 7. Januar 2008

Mittwoch, 26.12.07: Adelaide bis Mt Gambier

261207 ... bis Mt Gambier


Heute wachten wir zusammen mit den Koalas auf. Nach ausgiebigem Frühstück machten wir uns auf zum nächsten Ziel: Mt. Gambier. Vorher Zwischenstopp in Hahndorf, das älteste deutsche Einsiedlerdorf Australiens. Hier fühlten wir uns auch wirklich heimisch. Alles war wie zu Hause. Leute über Leute, gutes Bier und Essen. Sogar der altbekannte Hit "Rosamunde" klang in unser Ohr. Der Hunger trieb uns an den Bratwurststand. Mmmh. mal wieder was Deutsches zwischen die Kiemen - nicht zu verachten. War sehr lecker, nur hatte die Wurst so rein gar nichts mit unserer Bratwurst zu tun. Na ja, lassen wir die Dorfbewohner mal in dem Glauben, dass sie welche nach echtem deutschen Rezept verkaufen. Leider hat uns der Ort etwas zu gut gefallen. Die Zeit verging wie im Fluge. Erst gegen Nachmittag kamen wir weiter, viel zu spät, um Mt. Gambier noch im Hellen zu erreichen. Ein richtiges Unterfangen in der Dämmerung zu fahren. und dann hat es uns fast erwischt. Besser gesagt: Wir haben es fast erwischt - ein Känguruh. Da sitzt es ruhig am Straßenrand und just in dem Moment, wo wir vorbei fahren, springt es auf uns zu. Gut, dass Henning Reaktionsvermögen hat. So konnte er durch geschicktes Ausweichen den Zusammenprall haarscharf verhindern. Uns saß der Schreck wirklich tief in den Knochen, doch da ging es nur uns allein so. Beim Blick in den Rückspiegel sahen wir, wie das Känguruh vergnügt weiter hüpfte. Kennt das ganze Spiel wahrscheinlich schon. Oh Mann, das hätte ich nicht verkraftet. In ganz Australien liegen schon zu viele arme Opfer am Straßenrand und wir wollten nun wirklich nicht dazu beitragen. Für uns ist klar: Ab sofort nur noch im Hellen fahren.

Donnerstag, 15. November 2007

Koala Park

Am darauf folgenden (und somit, von jetzt gesehen, letzten) Wochenende waren wir nicht mehr zu halten und wollten hauptsächlich nicht mehr die ganzen Menschen und ihre Bauwerke sehen, sondern die heimische Tierwelt erleben. Ein Tierpark bietet da auf die Schnelle eine wunderbare Gelegenheit und wir sollten es auch nicht bereuen, am Samstag zum "Lone Pine Koala Sanctuary" aufgebrochen zu sein. Da dieser im Norden der City liegt, bot es sich an, dass Karina dieses Wochenende wieder zu mir kam (nachdem ich eine Woche zuvor nach Süden gegondelt bin) und wir gemeinsam im Laufe des Vormittags Richtung Norden aufbrachen. Leider war unsere Vorbereitung wohl nicht allzu sorgfältig gewesen und so suchten wir etwas ratlos nach dem richtigen Transportmittel in der Innenstadt von Brisbane herum. Am Ende wurde es mir doch zu viel und ich rief die Auskunft des Transportunternehmens an. Die helfen im Allgemeinen gleich unkompliziert weiter und so wurden wir also zur richtigen Haltestelle des Busses geschickt und verweilten die verbleibenden 50 min in der näheren Umgebung. Inzwischen gut Mittagszeit bestiegen wir nach kleinem Snack bei KFC (Kentucky Fried Chicken) unser Reisegefährt. Angekommen am Park waren wir über Zweierlei angenehm überrascht. Zum einen hatte sich das Wetter von tiefblauen, Schauer bringenden Wolken zu einer heiteren Aussicht gewendet und zum anderen waren deutlich weniger Leute zu sehen als erwartet. Beides sollte mehr oder weniger den Tag anhalten. Gleich mitten in das Gelände wandelnd, erblickten wir erste Exemplare der für Australien typischen Fauna: Känguruh, Krokodile, Emus und natürlich Koalas! Letztere hatten viele kleinere Behausungen verteilt über den ganzen Park und saßen generell dort nur rum zum Schlafen, Fressen und niedlich Gucken. Kleine, Große, Helle, Dunkle, Faule und "Aktivere" waren da zu unterscheiden. Aber eigentlich sind die einfach nur niedlich für den gemeinen Touristen, wie wir welche sind. Doch nicht nur wir sollten die einzigen deutsch sprechenden Gestalten dort sein, immer wieder hörten wir Brocken von deutschen Worten während wir weiter das Areal erkundeten. Die Gehege von Emus und Känguruhs waren frei begehbar und so machten wir uns sogleich daran, die kleine Tüte gekauften Futters an die schon übersättigten Tiere zu verteilen. Da diese sehr zahm waren und keinerlei Scheu zeigten, konnte man beliebig nahe heran und sich der Sache erfreuen :-) Die größeren Beutelträger, namentlich die Roten Riesenkänguruhs, hatten ein kleines eigenes Gehege und der Stammvater des Harems nutzte just die Gunst der Stunde und beglückte, oder bedrängte, eher brutal eines seiner kleineren weiblichen Artgenossen. Nach dieser für die Allgemeinheit sehr erheiternden Angelegenheit schauten wir noch in den Reptilien-Gebäuden und beim Imbiss vorbei. Auch Wombats, Schildkröten, Dingos und eine Reihe von Vögeln ließen wir nicht aus. Natürlich kamen die kleinen Koalas dabei nicht zu kurz und wir genossen den schönen Tag mit Rumtingeln bis Ende der Besucherzeit. Der Rückweg sollte sich weniger spektakulär erweisen und wir genehmigten uns spontan noch ein kühles Bier in der belebten Fußgängerzone im Herzen Brisbanes.