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Samstag, 15. Dezember 2007

Montag, 10.12.: Fraser Island


101207 - Fraser Island


Dieses jene Frühstück war auch ganz okay. Typisches Backpackermahl halt. Auffallend viele deutsche Jugendliche waren hier anzutreffen und so fühlten wir uns wie daheim - ungewollt! Kurz vor acht sollte dann die Reise mit einem Bus Richtung Fähre beginnen. Diese legte von River Heads ab und brauchte über eine halbe Stunde für die Überfahrt auf die größte Sandinsel der Welt. Hier noch zu Fuß übergesetzt, bestiegen wir den nächsten Bus, diesmal einen recht robusten 50-Sitzer der uns den heutigen Tag über die Insel schaukeln sollte. Die Kiste wurde auch bis auf den letzten Platz besetzt und so waren wir inmitten einer relativ großen Reisegruppe unterwegs zu den Touristen-Attraktionen. Der Reiseführer, "Captain Kangaroo", machte es aber zu einem unterhaltsamen Aufenthalt.Zunächst zu der zentralen Station der Insel und von dort aus ein kleiner Fußmarsch durch den subtropischen Regenwald brachten uns die Insel schon etwas näher. Als es dann weiter auf dem 75-Meilen-Strand entlang nach Norden ging, wussten wir, dass hier eigene Sitten gepflegt werden. Dieser Strandabschnitt stellt offiziell einen Highway dar, doch Fußgänger haben trotzdem immer Vorrang und Flugzeuge landen auch alle Nas' lang auf dem festen Sand. Wir gelangten zu einem verrosteten Schiffswrack und einem Frischwasserbach in das Meer (zum Belaufen: Zu tief für Karina -> Hose nass); auch schöne Farben der verschiedenen Sande konnten bestaunt werden. Danach wurde uns ein reichliches Buffet präsentiert, bei dem freilich kräftig zugeschlagen wurde... :-) Die Weiterfahrt gestaltete sich als sehr holprig über die sandigen Waldwege und stießen sich nicht wenige die Köpfe an der Busdecke - trotz Sicherheitsgurt! Nächster Halt war eine der Hauptattraktionen der Insel: Lake McKenzie. Ein Frischwassersee der ersten Klasse an dem wir nun reichlich Zeit hatten uns zu entspannen, zu verdauen, zu baden und zu sonnen. Das weiche Wasser des Sees soll gut für Haut und Haar sein - können wir bestätigen! Hier war auch der letzte planmäßige Halt unserer Touri-Tour. Auf dem Rückweg zur Fähre wurden noch ein paar Leute am Flugplatz für einen kleinen Rundflug rausgeworfen. Für uns sollte es heute reichen und mit überaus positiven Eindrücken kehrten wir zurück in unsere neue Heimat: Der Camper. Einen kurzen Absacker am Strand von Hervey Bay ließen wir uns nach einem deftigen Essen (Spiegeleier mit Schinken auf Toast) nicht nehmen und so beschlossen wir den Abend vergnügt am Pazifik...

Sonntag, 09.12.: Brisbane - Hervey Bay

091207 - Noosa und Hervey Bay



Unser erster richtiger Reisetag stand vor der Tür. Um 5 Uhr morgens klingelte unliebsam der Wecker, denn die Nacht zuvor hatten wir erst gegen 1Uhr Schlaf gefunden. Grund: Hennings Tasche war natürlich noch nicht fertig gepackt! Abfahrt sollte dann 6 Uhr sein, natürlich schafften wir auch das nicht und so wurde halb sieben draus. Immer noch früh genug, um jede Menge Kilometer zu schrubben. Erster Anlaufpunkt unserer Reise sollte die Sunshine Coast etwa 80 Kilometer nördlich Brisbanes sein. Wie der Name bereits verrät, als schönster Strand der Ostküste Australiens deklariert. Dem können wir nur zustimmen. In Noosa Heads bogen wir Richtung Sunshine Beach ab und waren völlig baff, als sich das Meer vor uns auftat. Dieses Blau war einmalig schön und lud sofort zum Baden ein. Nach einem ausgiebigen Frühstück mit Blick auf den Pazifik fackelten wir nicht lang und zogen schnell unsere Badeklamotten an, um es den Surfern gleich zu tun und uns ins hier noch erfrischende Nass zu stürzen. Je weiter man nämlich gen Norden kommt, um so wärmer wird der Pazifik. Während es in Sydney noch 21 Grad sind, steigt das Thermometer in Cairns auf knapp 30. Hinzu kommen Hai- und Quallengefahr, soll heißen: Nichts mehr mit Baden!Kaum wieder in den Camper eingestiegen, machte sich ein unangenehmes Geräusch breit: Der Auspuff hing auf halb Acht. Gut, dass Henning handwerkeliches Geschick hat. Nachdem wir mehrere Geschäfte durchstöbert hatten, fanden wir, was wir brauchten - Draht und Zange. Das sollte vorerst reichen, um die Fahrt etwas geräuschärmer zu gestalten. Weiter ging es am frühen Vormittag Richtung Hervey Bay. Eigentlich hatten wir uns unterwegs bereits gegen einen Abstecher auf Fraser Island entschieden (per Klick-Klack-Kluck) und diesen Trip auf ein späteres Wochenende verschoben. Doch kaum in der kleinen Hafenstadt angekommen, entschieden wir schnell um und suchten im Infozentrum nach passenden Angeboten für ein 4WD-Gefährt. Nach langem Überlegen und gutem Zureden des Infomannes allerdings wurde es dann doch eine geführte Ein-Tagestour. Um uns mental auf eine Riesen-Reisegruppe mit Rentnern vorzubereiten, suchten wir schnell einen passenden Campingplatz für die ersten beiden Nächte. Im Colonial Village (YHA) sieht man zu aller Erstaunen Wicked-Camper offenbar sehr gern. Schnurstracks wurden wir an eine Wand mit Fotos andere dieser Art geführt, um zu gucken, ob genau unser Wagen drauf ist. Hieße für uns: zwei Nächte umsonst verweilen. Leider hatten wir kein Glück. Doch für 18 Dollar die Nacht konnte man nicht meckern, alles inklusive, sogar Frühstück.

Karina